27. Oktober, 2026

Shopify als Kassensystem für Secondhand-Stores (2026)

Shopify als Kassensystem für Secondhand-Stores (2026)

Shopify ist die erste Wahl für viele Secondhand-Händler – und das aus gutem Grund. Ursprünglich für Online-Shops bekannt, hat sich Shopify inzwischen auch als Kassensystem (Shopify POS) bewährt. Es kann mit Alternativen wie HelloCash oder PayPal POS (Zettle) mithalten, startet bei 27€ / Monat (im jährlichen Plan). In Kombination mit Circle-Hand lassen sich Geschäftsprozesse in Secondhand- und Kommissionsläden einfach und effizient abwickeln.

> Hier findest du einen Vergleich der 4 besten Kassensysteme für Secondhand-Läden


  1. Shopify als Kassensystem für Second-Hand-Läden

Shopify zählt zu den etablierten Warenwirtschaftssystemen (WaWi) für Händler und bietet zahlreiche Funktionen, die besonders für Second-Hand-Läden interessant sind.

Über eine kostenlose Shopify-Barcode-App lassen sich Barcode-Etiketten erstellen, die automatisch Produktinformationen wie Größe und Marke enthalten. In Kombination mit Circle-Hand können Etiketten inklusive Barcodes auch direkt dort erstellt werden, z.B. mit der Lieferkundennummer, zukünftigen Rabatten, dem Lieferdatum usw.

Ein weiterer Vorteil ist die übersichtliche Verwaltung des Inventars für den Online- und stationären Verkauf. Mit Shopify POS (Point of Sale) können Händler außerdem Produkte verwalten und verkaufen, ohne dass diese zwingend im Onlineshop sichtbar sein müssen. Das Kassensystem ist in jedem Shopify-Plan kostenlos enthalten.

Shopify POS lässt sich über eine App auf dem Smartphone oder Tablet nutzen. Neben einem Kartenlesegerät ist keine zusätzliche Hardware wie eine Registrierkasse oder ein Barcode-Scanner erforderlich. Mit Tap to Pay können kontaktlose Zahlungen sogar direkt über das Smartphone abgewickelt werden.

Auch bei der Zahlungsabwicklung bietet Shopify Flexibilität: Das Kassensystem kann beispielsweise mit Kartenlesegeräten von SumUp oder Flatpay kombiniert werden. Wer diese externen Zahlungslösungen nutzt, muss keine umsatzabhängigen Gebühren an Shopify für die darüber abgewickelten Verkäufe zahlen. Zusätzliche Gebühren können jedoch je nach Shopify-Tarif und Zahlungsanbieter anfallen.


  1. Shopify POS als TSE- und RKSV-konformes Kassensystem für Secondhand Läden

Shopify kann mit der TSE und RKSV App OpenFiskal TSE/RKSV-konform genutzt werden. Der Vorteil ist, dass du dich nicht mehr um das Thema TSE kümmern musst, da du mit der Installation alle gesetzlichen Anforderungen in Deutschland und Österreich erfüllst. Die App kostet 14,99€ / Monat.


  1. Wie aktiviere ich die Differenzsteuer in Shopify?

Shopify unterstützt die Differenzbesteuerung nicht direkt. Mit Circle-Hand kannst du sie trotzdem vollständig abbilden. Aktiviere die Differenzbesteuerung unter Circle-Hand Einstellungen > Store. So sollte es aussehen:

Circle-Hand berechnet die Differenzsteuer automatisch anhand des Ankaufspreises oder Kommissionssatzes und des Verkaufspreises.

Circle-Hand sorgt dafür, dass alle Secondhand Produkte in Shopify mit 0 % MwSt. hinterlegt sind. Wenn du Neuware in Circle-Hand anlegst, wird diese automatisch mit dem hinterlegten Steuersatz, z.B. 19% in Deutschland, berechnet. So musst du dir um Steuern keine Gedanken mehr machen.

Du kannst zusätzlich im Shopify-Adminbereich auf Sales channels > Point of Sale > Einstellungen > Belege den Zusatz "Anwendung der Differenzbesteuerung nach § 25a" ergänzen.


  1. Anleitung Shopify als Kassensystem für Secondhand Läden

  1. Registriere dich bei Shopify für den Basic Plan (dieser beinhaltet Shopify POS Lite und reicht aus für die meisten Läden)

  2. Lade dir die Shopify POS App herunter (Apple / Android)

  3. Du kannst das Kartenlesegerät von Shopify (59€) nutzen oder z. B. SumUp (34€)
    (Alternativ kannst du auch Tap to Pay nutzen und Kartenzahlungen mit deinem Smartphone annehmen)

Hier findest du eine vollständige Übersicht, welche Hardware du noch benötigst zum Start.

Video Tutorial [Englisch]:


  1. Shopify mit Drittanbieter wie SumUp oder HelloCash verwenden

Shopify POS gehört zu den wenigen Kassensystemen, die auch mit externen Zahlungsanbietern wie SumUp funktionieren.

Dafür gehst du in deinen Shopify-Einstellungen und fügst unter Zahlungsmethoden eine eigene Zahlungsmethode hinzu – zum Beispiel mit dem Namen „SumUp“.

Wenn Kund:innen dann mit Karte über SumUp zahlen möchten, scannst du wie gewohnt die Artikel und wählst „SumUp“ als Zahlungsart aus. Anschließend gibst du den Betrag manuell im SumUp-Kartenleser ein – so, wie du es vielleicht aus Restaurants kennst.

Die Transaktion wird automatisch in Shopify gespeichert. Du zahlst dabei nur die SumUp-Gebühren, Shopify selbst verlangt keine zusätzlichen Transaktionskosten für Drittanbieter.


  1. Die Grenzen von Shopify als Kassensystem für Secondhand Läden

Trotz seiner vielen Vorteile hat auch Shopify seine Grenzen, insbesondere wenn es um die Erfassung von Einzelstücken wie es bei Secondhand üblich ist. Auch lässt sich die Kommissions- und Lieferkundenverwaltung sowie die dazugehörigen Auszahlungen nicht wirklich mit Shopify abbilden.

Das parallele Führen einer Excel-Tabelle ist zeitaufwendig und fehleranfällig. Zudem ist es in Shopify nicht möglich die Differenzbesteuerung für Secondhand Ware korrekt abzubilden.


  1. Circle-Hand: Dein Tool für den Ankauf und Kommission

Circle-Hand kommt hier ins Spiel. Es übernimmt primär die Ankaufsseite deines Geschäfts. Hier kannst du Lieferkund:innen registrieren, Produkte anlegen und diese mit den jeweiligen Lieferkund:innen verknüpfen. Sobald du einen Artikel in Circle-Hand anlegst, wird er automatisch mit Shopify synchronisiert. Du entscheidest, ob ein Artikel nur im stationären Geschäft über das Shopify POS-System verfügbar sein soll oder auch in deinem Online-Shop.

Sobald etwas verkauft wird gibt Shopify wiederum automatisch Circle-Hand Bescheid. Somit kannst du dann in Circle-Hand nachschauen, welchen Lieferkund:innen wie viel Geld zusteht.


  1. Nahtlose Integration: Das Beste aus beiden Welten

Zusammen bieten Shopify und Circle-Hand eine vollständige und durchdachte Lösung. Während Shopify primär den Verkaufsbereich abdeckt – ob online oder direkt im Laden – kümmert sich Circle-Hand um den Ankauf und die damit verbundene Verwaltung.

Die Kommunikation zwischen den Systemen ist nahtlos. Bei einem Verkauf informiert Shopify Circle-Hand umgehend, und der Artikel wird als verkauft markiert. Die dazugehörigen Kommissionsbeträge werden dann den Liefer-Kund:innen zugeordnet.

Durch die Kombination von Shopify und Circle-Hand erhältst du ein System, das perfekt auf Second-Hand-Läden zugeschnitten ist. Du nutzt die Stärken beider Tools, ohne dass das Rad neu erfunden werden muss.


FAQ - Shopify als Kassensystem für Secondhand-Läden

Wie lässt sich die Differenzbesteuerung (§ 25a) in Shopify für einen Secondhand-Laden umsetzen?
Da Shopify die Differenzbesteuerung nicht direkt unterstützt, lässt sie sich über das Zusatz-Tool Circle-Hand abbilden. Circle-Hand berechnet die Steuer automatisch anhand des Ankaufs- und Verkaufspreises und setzt den MwSt.-Satz für Secondhand-Artikel in Shopify auf 0 %.


Ist Shopify POS in Deutschland und Österreich TSE- bzw. RKSV-konform?
Ja, Shopify POS kann in beiden Ländern gesetzeskonform betrieben werden. Hierfür wird die Drittanbieter-App „OpenFiskal“ benötigt, die sämtliche rechtlichen Vorgaben für die TSE in Deutschland sowie die RKSV in Österreich erfüllt. Die App kostet zusätzlich 14,99 € pro Monat. In der Schweiz wird die App nicht benötigt.


Warum benötigen Kommissions- und Secondhand-Läden neben Shopify das Tool Circle-Hand?
Shopify deckt zwar den Verkauf an der Kasse und im Online-Shop ab, stößt jedoch bei der Erfassung von Einzelstücken, der Verwaltung von Lieferkund:innen und der Abwicklung von Kommissionsauszahlungen an Grenzen. Circle-Hand übernimmt diesen gesamten Ankaufs- und Lieferantenprozess. Durch die automatische Synchronisation meldet Shopify Verkäufe direkt an Circle-Hand weiter, sodass Provisionsbeträge exakt den jeweiligen Lieferkund:innen zugeordnet werden.


Kann man externe Kartenlesegeräte wie SumUp mit Shopify POS nutzen und fallen dabei Zusatzgebühren an?
Ja, Shopify POS lässt sich mit externen Zahlungsanbietern wie SumUp oder Flatpay betreiben. Dazu wird in den Shopify-Einstellungen eine eigene Zahlungsart angelegt und der Betrag beim Kassieren manuell in das SumUp-Kartenlesegerät eingegeben. Shopify erhebt für Transaktionen über externe Drittanbieter im POS-Bereich keine eigenen Zusatzgebühren; es fallen lediglich die regulären Gebühren des jeweiligen Zahlungsanbieters an.


Welche Hardware und welcher Tarif sind für den Start mit Shopify POS erforderlich?
Für die meisten Läden genügt der Shopify Basic Plan ab 27 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung), da Shopify POS Lite darin bereits enthalten ist. Als Kassensystem reicht die POS-App auf einem Smartphone oder Tablet. Neben einem mobilen Kartenleser (z. B. von Shopify für 59 € oder SumUp für 34 €) sind keine weiteren Geräte erforderlich; über „Tap to Pay“ können kontaktlose Zahlungen sogar direkt über das Smartphone angenommen werden. Hier findest du eine Übersicht zur Hardware.


Wie funktioniert das Erstellen von Barcode-Etiketten für Secondhand-Ware?
Barcodes können über eine kostenlose Shopify-Barcode-App generiert werden, um Infos wie Marke und Größe auf dem Etikett abzubilden. Alternativ lassen sich Etiketten inklusive Barcode direkt in Circle-Hand erstellen. Dies ermöglicht den Aufdruck erweiterter Daten wie der Lieferkundennummer, dem Aufnahmedatum oder zukünftig geplanten Rabattstufen.

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Max Schubert

Gründer - Circle-Hand

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